Sommerpausenloch

Ok, ok! Ja ich gebe es zu, hier im Blog passiert derzeit nicht viel. Ich hatte mir zwar gegenteiliges vorgenommen, aber die Urlaubsumstände haben in mir den Gedanken reifen lassen, dadman.de in eine Art Sommerpause zu schicken.

Seid bitte nicht traurig, denn alsbald nach Urlaubende geht es hier um so motivierter weiter. Versprochen!

Euer DADMAN.

Wie Diabetes Typ 1 in unser Familienleben trat

Es ist jetzt fast zwei jahre her, dass Diabetes in unser Familienleben trat. Es traf uns unvorbereitet und hart, doch wir haben es nun im Griff.

Unbeschwert war gestern

Als wir im Jahr 2014 in den Sommerferien auf die Insel Rügen fuhren, war uns noch nicht klar, dass dies die letzten unbeschwerten Tage für unbestimmte Zeit sein würden. Die Kinder hatten mächtig viel Spaß am Strand und für uns Eltern fiel auch die ein oder andere ruhige Minute zur Entspannung ab. Etwas gereizt reagierten wir nur, wenn Tochter 1 (damals 10) mal wieder so wenig aß, sich aber satt zu trinken schien.

Wieder zurück von der Insel hatte Tochter 1 eine Kanuwoche mit ihrer Theater-AG auf dem Ferienprogramm. Da sie sowieso eine „schlechte Esserin“ war, machten wir uns den ein oder anderen Gedanken, ob sie diese Tour auch durchhalten würde. Prompt kam auch der Anruf, wir mögen Tochter 1 bitte abholen, ihr ginge es nicht gut. Sie klagte über starke Kopfschmerzen und war schlapp. Prima, dachte ich damals, hoffentlich gibt sich das bald.

Aber nichts gab sich. Tochter 1 ging es nun von Tag zu Tag schlechter. Sie aß kaum noch und trank fast nur. Schon dachten wir, sie habe vielleicht so etwas wie Magersucht. Man hört ja so viel. Man sah überdeutlich, wie viel Gewicht sie schon verloren hatte. Sie sah quasi fast verhungert aus. Die wildesten Gedanken kreisen einem da durch den Kopf. Meine Lebensgefährtin wollte schon einen Termin beim Kinderpsychologen mache, als es ganz anders kam.

Tochter 1 kam vom Schulsportfest (heute wundere ich mich, dass sie das noch irgendwie geschafft hat…) und fing zu Hause an, sich zu übergeben. Ihre Mama ging mit ihr zur Kinderärztin und die hatte nichts besseres zu sagen, als das Tochter 1 aus irgendwelchen psychologischen Gründen nicht essen wolle und so weiter. Sie schickte die beiden wieder nach Hause. Doch es wurde schlimmer. Als ich Abends nach Hause kam, lag Tochter 1 völlig apatisch auf der Couch. Wir haben sie sofort ins Krankenhaus in die Notaufnahme gebracht und kamen wohl auch Aufgrund ihres Zustandes sofort an die Reihe. Gerade noch rechtzeitig. Nicht viel später wäre sie in ein diabetisches Koma gefallen. Die Schwester, welche die Erstuntersuchung vornahm, erkannte sofort sämtliche Anzeichen und teilte uns die wahrscheinliche Ursache Diabetes mit.

Als dann wenig später auch der Arzt der Intensivstation, auf die wurde Tochter 1 inzwischen verlegt worden war, diese Diagnose bestätigte, waren wir…

Erleichtert! Wir hatten jetzt etwas in der Hand. Etwas eindeutiges. Etwas, mit dem man arbeiten, mit dem man leben kann. Denn nichts ist schlimmer als Unsicherheit.

Auf der Intensivstation blieb Tochter 1 noch 2 Tage, während ihre Stoffwechselentgleisung behandelt wurde. Als ihre Werte nach dieser Zeit wieder halbwegs normal waren, wurde sie ins Diabetes-Zentrum im SANA-Klinikum Berlin Lichtenberg verlegt. Sie sah jetzt schon wieder aus wie das blühende Leben, mit ein paar Kilo zu wenig natürlich, aber quasi nicht wiederzuerkennen. Im Diabetes-Zentrum in Lichtenberg sind sie spezialisiert auf Diabetes bei Kindern. Die recht große Station war voll von kleinen und etwas größeren Patienten, alle mit Diabetes Typ 1. Näheres dazu möchte ich später in einem anderen Beitrag schreiben. Hier fühlte sich Tochter 1 pudelwohl. Sie bekam jeden Tag Diabetes-Schulungen, denn von nun an gab es viel zu lernen. Auch für uns Eltern waren in den zwei geplanten Aufenthaltswochen 12 Schulungstermine angesetzt, denn nach diesen 2 Wochen ist man mit dem Kind und der Diabetes allein zu Haus und muss sich zu helfen wissen. Wir lernten Zutaten auf Kohlenhydrate zu berechnen, lernten, wie Insulin im Körper wirkt, wie man Blutzucker misst und den Wert interpretiert, wie man Insulin spritzt, was im Notfall zu tun ist und so weiter.

Von nun an sollte uns also Diabetes Typ 1 täglich begleiten. Aber wir schaffen das!

hipstamaticphoto-488990127.169596-1

Blogparade – Was mache ich eigentlich beruflich

Hui, eine Blogparade mit einem passenden Thema zum Blogstart. Was macht der Typ, der sich hier im Internet verewgit, eigentlich den Tag über? Grossstadtküste fragte nach…

 

Vor Kind 1

Nach Abschluß von Lehre und Grundwehrdienst durfte ich in meiner „alten“ Firma, einem großen deutschen Kommunikationsunternehmen, bleiben. Damals wurde für sehr viele Digitalverbindungen auf Richtfunk gesetzt, welchen wir dann aufbauen und in Betrieb nehmen mußten. Dieser Job brachte es mit sich, ständig unterwegs zu sein. Unser Einsatzgebiet erstreckte sich über das gesamte Gebiet der ehemaligen DDR. Fast immer waren wir von Montag bis Freitag auf Achse. Ein Wunder, dass ich in dieser Zeit eine Frau fand. Und im Jahr 2003 sollte Tochter 1 anklopfen (und 2009 Tochter 2).

 

Kind 1 und die berufliche Veränderung

Von Montag bis Freitag unterwegs zu sein, kam für mich jetzt nicht mehr in Frage. Glücklicherweise wurden gerade Mitarbeiter gesucht, welche von der Technik in die Planung wechseln. Juhuuu, ein Bürojob und mehr Geld. Natürlich bewarb ich mich und bekam den Job, den ich seither ausübe. Ich plane die Technik für den VDSL-Ausbau meiner Firma. Und da Deutschland, was die Internetgeschwindigkeit angeht, weltweit recht abgeschlagen dasteht, ist der Arbeitsberg, der da gerade vor uns liegt, riesig. Entsprechend fallen die Arbeitszeiten aus. Allerdings möchte ich hier betonen, dass uns das Unternehmen Gleitzeit gewährt und wir diese in unserem Team auch recht frei nutzen dürfen. Ich weiß von anderen Teams, in denen genauer hingeschaut wird. Auch ist es kein Problem, wenn die Schule ein krankes Kind meldet, schnell nach Hause zu fahren. Die Firma meiner Frau macht da deutlich mehr Stress…!!! Aufgrund der Arbeitszeiten teilen wir uns die Kinderbetreung. Ich bin für den Morgen zuständig und bringe Tochter 2 noch zur Schule, während meine Frau Tochter 2 Nachmittags aus dem Hort abholt und beide Tochter 1 dann zu Hause treffen. Ich stoße Abends hinzu. Gemeinsam lassen wir dann den Tag ausklingen.

IMG_1629

Das Wochenende in Bildern (1)

Das letzte Wochenende stand bei uns komplett im Zeichen des Hussitenfestes hier in Bernau. Traditionell wird dieses Mittelalterfest bereits am Freitag Abend eröffnet, was uns mit den Kindern aber noch recht kalt lässt. Doch schon am Samstag Vormittag waren unsere beiden Mädels völlig aufgeregt, durften sie doch beim großen Festumzug als Darsteller mitlaufen. Dieser Festumzug stellt die Bernauer Stadtgeschichte mehr oder weniger genau dar. Unter anderem sind viele Vereine im Zug unterwegs, welche sich und ihre Bedeutung für die Stadt darstellen. Namensgebenden ist aber der Angriff der Hussiten, welcher durch die Stadt abgewehrt werden konnte.

Sonntag war dann Kinderbespaßung auf dem großen Mittelaltermarkt und auf dem Rummel angesagt.

Hier könnt Ihr nun ein paar Eindrücke vom Samstag und Sonntag sehen:

 

Vollmacht von Minderjährigen...?

Kinder, Kinder! Die Post…

Kennt Ihr das? Diese gelben Kärtchen im Briefkasten, die Euch mitteilen, wann Ihr nicht zu Hause wart? Gut, nicht immer ist diese Information vollumfänglich zutreffend, aber darum soll es heute gar nicht gehen. Mit besagten gelben Kärtchen ist man berechtigt, sich selbst Pakete zuzustellen. Dazu begibt man sich in die auf dem Kärtchen angegebene Postfiliale, was bei uns der McPaper Store ist.

Ich stand also, so ein gelbes Kärtchen in der Hand, in der Schlange. Endlich an der Reihe übergab ich mein Kärtchen der Mitarbeiterin der Post. Diese verschwand sogleich in den hinteren Räumlichkeiten und kehrte kurze Zeit später mit dem Paket, adressiert an meine kleine Tochter, zurück zum Schalter. Beim Vergleich des Namens fiel ihr auf, dass ich, der Abholende, gar nicht die Empfangsberechtigte Person wäre. Ich bestätigte dies, fügte jedoch hinzu, der Vater der empfangsberechtigten Person zu sein, wie man eventuell am gleichen Nachnahmen erkennen könne. Zur Sicherheit legte ich noch den Kinderausweis meiner Tochter vor, in dem das Geburtsjahr vermekt ist. Diesen steckte ich vorsorglich am Morgen, ahnend was da kommen könne, ein. Was ich nicht ahnte: Die nette Dame hinter dem Schalter verlangte eine ausgefüllte Vollmacht. Ohne die könne sie mir das Paket nicht aushändigen. Meine nicht geschäftstüchtige, minderjährige Tochter soll also mir, ihrem Vater und Erziehungsberechtigten, der sonst für jeden kleinen Mist irgendwelche Zettel unterschreiben muss, damit sie in der Grundschule alles mitmachen darf, eine Vollmacht ausstellen? Echt jetzt? Darauf angesprochen erwiderte die jetzt nicht mehr ganz so nette Dame von der Post, dann könne meine Tochter eben keine Pakete bekommen…

Das lasse ich jetzt mal unkommentiert so stehen.

Am Ende, nach längerer Diskussion, bekam ich dann doch noch das Paket für meine Tochter. Nächstes mal werde ich eine Vollmacht mitbringen, original ausgefüllt von meinem Kind. Ob die Postfrauen damit dann aber zufrieden sein werden, wage ich zu bezweifeln.